Gedanken der Gedenkfeier "50 Jahre Hochwasserkatastrophe"

 

aus dem Kyrie:

"wir müssen unseren Blick öffnen. Die Fluten der Zukunft bestehen nicht immer aus Wasser. Wir werden überschwemmt von Informationen, vom Internet, von digitalen Elementen. Wir erleben diese Flut, wir versuchen sie technisch in den Griff zu kriegen oder wir wenden uns tatenlos ab und machen es uns einfach. Doch die Zukunft braucht mehr. Sie braucht Werte und Grundlagen, nach denen wir die Datenfluten der Zukunft kanalisieren. Wir werden nicht drum herum kommen, zu entscheiden, was wir alles unseren nachfolgenden Generationen zumuten möchten."


Tagesgebet:

"Guter Gott.

Vor 50 Jahren sind die Menschen umhergetrieben von der Hochwasserflut hier im Altenautal. Heute scheint eine ähnliche Hochwasserkatastrophe weit entfernt zu sein. Doch statt Ruhe zu haben, fühlen wir uns zunehmend umhergetrieben. Wir suchen Rettungsinseln in den Fluten der Gegenwart. Du hast uns deine Gegenwart zugesichert. Du hast Noah und seine Familie durch die Flut geleitet, du hast mit dem Regenbogen deine Versprechen des neuen Bundes an den Himmel gezeichnet. Darauf dürfen wir immer wieder neu vertrauen, wenn das Wasser des Lebens uns bis zum Hals steht. Sei bei uns.

Amen."


Segensgebet für die Segnung der Stele:

"Guter Gott.

Mit diesem Stein bringen wir ein, was uns ausmacht. Wir gestalten deine Schöpfung und haben mit unseren schöpferischen Kräften aus dem Stein einen Erinnerungsort geschaffen. Schlag für Schlag ist die Erinnerung in diesen Stein gehauen. Eine dauerhaft Erinnerung, mehr als Worte oder Bilder es hergeben können. Dieser Stein ist etwas, was noch zu unseren Nachfahren sprechen soll. Denn diese Stele lädt ein zur Begegnung, zum Anfassen und zum Begreifen. Wir zeigen hier den Menschen, egal ob groß oder klein in unserem Dorf, den Menschen, die hier durchreisen, den Gästen, die hier herkommen, dass es uns bewusst ist, was war und was auch kommen kann. Wir bitten um den Segen für diese Stele der Erinnerung. Wir möchten sie unter deinen Schutz stellen, damit du deine göttliche Hand über, unter, neben, vor und hinter uns halten mögest.

Segne diesen Stein im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen."


Abschlussgebet:

"Guter Gott.

Wir danken dir für deine Gegenwart. Du bist bei uns, du warst bei unseren Vorfahren, du wirst in der Zukunft auch gegenwärtig sein. Du bist ein Gott, losgelöst von Raum und Zeit und doch gegenwärtig in Raum und Zeit. Du bist ein Gott der Menschen in Not, der Hungerenden, der Geflüchteten, dafür sagen wir Dank und stellen uns vertrauensvoll unter deinen Segen."

 

 

 

 

 

Pfarrgemeinderat Etteln - Wir leben Glauben.

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