Hintergrundwissen

 

 

Der Altarraum erhält seine besondere Aussagekraft durch den Hochaltar, der die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt. Er ist ein Barockretable aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts. 1953/54 wurde er durch Seitenteile mit Fruchtgehängen erweitert. Die Figuren der Pfarrpatrone - St. Simon und Judas Thaddäus - stehen an den Säulen des Hochaltars.

 

 

                                        

Die Seitenaltäre stammen ebenfalls aus dem Barock, ihre Bilder sind jedoch aus neuerer Zeit. Links die Rosenkranzkönigin, rechts die Kreuzauffindung durch die Kaiserin Helena. Beide Bilder hat der Künstler Josef Hustiger aus Paderborn im Jahr 1957 geschaffen. Die Verehrung Mariens als Rosenkanzkönigin ist in unserer Pfarrgemeinde besonders verwurzelt. Im Bild der Rosenkranzkönigin sind im unteren Teil die Kirche und die Häuser von Etteln zu sehen. Menschen schauen zu Maria auf und bitten um ihre Fürsprache.

 

 

Ein besonderes Kunstwerk aus dem Jahr 1677 befindet sich neben dem linken Seitenaltar: Die Pieta. Sie ist ein Schmuckstück unserer Kirche. Es fällt auf, dass der tote Sohn auf dem Schoß der Mutter links geneigt liegt, während sonst die meisten Pieta-Darstellungen Jesus nach rechts liegend zeigen.

 

 

Zwischen Altarraum und dem rechten Seitenaltar steht die neubarocke Kanzel, die aus dem 1. Viertel des 20. Jahrhunderts stammt. Mit der Michaelsfigur reicht sie bis zum Gewölbeansatz.

An den Seitenwänden im vorderen Teil der Kirche finden sich die 14 Kreuzwegstationen. Sie stammen aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. In den Bildern wird der Weg Jesu von seiner Verurteilung durch Pilatus bis zur Grablegung dargestellt: Nicht wenige gläubige Christen sehen in dem einen oder anderen Kreuzwegbild auch Stationen ihres eigenen Lebenskreuzweges dargestellt.

 

 

Im rechten Querschiff befindet sich die Kreuzigungsgruppe. Dieses Werk stammt aus dem Jahr 1701. Maria schaut ihren gekreuzigten Sohn "Aug´ in Aug´" an, während Johannes mit gesenktem Blick seine Trauer ausdrückt.

 

 

                     

Die Taufkapelle, im Erdgeschoss des Kirchturmes enthält einen Taufstein, der eine Arbeit aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts ist. Er ist aus Sandstein gefertigt, 1,19 m hoch und hat einen Durchmesser von 0,98 cm. Seine Form gleicht der eines Kelches.

 

 

 

aus der Geschichte:

 

1000 n Chr:  In dieser Zeit ist die erste Steinkirche im Unterdorf anzusetzen

1300 n Chr:  Die Herren von Etteln errichten eine neue Kirche. (Turmreste "Burg" erinnern noch heute daran)

1646 n Chr:  Im Dreißigjährigen Krieg wird die Ettelner Kirche zerstört

1648 - 1677: Wiederaufbau der Pfarrkirche, die 1733 und 1735 durch Brände verwüstet wird

1748 n Chr:  Bau der heutigen Pfarrkirche

1953 n Chr:  Erweiterung durch Anbau an die alte Kirche

 

 

(Testbauteile und Daten entnommen dem Kirchenflyer: erstellt von Pastor Dr. Andreas Schottek und Johannes Kurte)

 

 

 

 

 

Pfarrgemeinderat Etteln - Wir leben Glauben.

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